Hohe Brandgefahr in Berlin: Senat will lieber keine Osterfeuer
Angesichts anhaltender Trockenheit und entsprechender Brandgefahr soll auf den Brauch am Osterwochenende verzichtet werden. Veranstalter in Berlin bleiben bisher entspannt. Von Christian Latz und Christoph Papenhausen
Ein großes Osterfeuer gehört für viele dazu. Der Senat bittet die Berliner angesichts anhaltender Trockenheit und entsprechend großer Brandgefahr jedoch, diesmal lieber darauf zu verzichten. „So schön dieser Brauch auch ist: Ein jeder sollte abwägen, ob es das Risiko wert ist“, sagte Umweltsenatorin Ute Bonde. Bei den Veranstaltern in der Stadt springt Bondes Funke aber eher nicht über. „Das Osterfeuer findet statt, die Planungen laufen“, heißt es von der Freiwilligen Feuerwehr in Hellersdorf, die dort das Feuer organisiert. Wenn etwas passiere, stehe die Feuerwehr ja direkt daneben. Gleiches antwortet die Freiwillige Feuerwehr in Gatow zum dortigen Osterfeuer.
Auch an der Trabrennbahn Karlshorst bleibts trotz der Mahnung aus dem Senat beim Flammenschauspiel: „Zu unserer notwendigen Geländepflege gehört das regelmäßige Wässern der Grünflächen und der Bäume. Dadurch schätzen wir unsere Brandgefahr nicht höher ein als üblich.“ Ähnlich antworten die Veranstalter im Strandbad Plötzensee. Nur im Strandbad Wendenschloss in Köpenick nimmt man die warnenden Worte der Senatorin ernster. Ob das Osterfeuer stattfindet, hält man sich noch offen. Entschieden wird am Samstagmorgen.