Hier wird in Mietern gemessen
Tja, Berlin ist eben überall. Wobei: Eigentlich tut die Stadt doch gerade mal wieder alles dafür, der Welt ihre Einzigartigkeit zu beweisen. Beispiele? Bitteschön.
Beispiel 1: Hier wird in Mietern gemessen. Angesichts der verkorksten Wohnungspolitik der vergangenen Jahre kommt diese Erkenntnis womöglich etwas überraschend. Aber wenn es im Checkpoint steht, muss es ja stimmen, oder? (Grüße an den Ex-Regierenden Michael Müller). In unserer täglichen Ferienrubrik „Sommerloch“ (mehr davon unten im Encore) hatten wir hier am Samstag Berlins aktuell tiefstes Bauloch in der Ida-von-Arnim-Straße in Mitte vermessen, Ergebnis: „ganze 35 Mieter tief“.
Das regte die Fantasie unserer Leserinnen und Leser an:
„Wie viel ist ein Mieter?“ (Rudi Uffelmann)
„Wie viele Zentimeter sind ein Mieter?“ (Dieter Kreutzer)
„35 Mieter x i. Mittel 1,70m Größe macht ein BauLOCH von 59,50 Metern – alle Achtung!“ (Eberhard Gutsche)
Und auch Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, die an besagter Stelle ein Überlaufbecken bauen, rechnete nach:
„Wir haben heute mit Freude Ihre Begeisterung über unser tiefes Loch neben dem BND gelesen, bei der Tiefe aber gestutzt. Denn 35 Mieter – wir stellen sie uns übereinanderbalanciert vor – entsprächen ca. 35 dreijährigen Kindern. Die Metern zwar, aber mieten dürfen sie erst in 15 Jahren.“
Wir bitten herzlich um Entschuldigung – und darum, keine Stapelversuche mit Dreijährigen zu unternehmen.
Passend dazu kommt der Checkpoint-Soundtrack des Tages von Carl Douglas „Kung Fu Fighting“ (Uh! Ah!), zur gesamten Playlist des Sommers geht es hier entlang.