Nächste Panne der Europawahl: Verblichener Stimmzettel in Steglitz-Zehlendorf
Marcel Luthe schickte dem Checkpoint kürzlich ein Foto mit einem kaum lesbaren Stimmzettel der Briefwahl. Das sei für ihn ein weiterer Grund, auch diese Wahl in Berlin anzufechten. Von Margarethe Gallersdörfer.
Meldungen, vor denen man sich die Knirsch-Schiene reinschieben muss: Im Landeswahlamt scheint die Tinte zur Neige zu gehen. Marcel Luthe schickte uns Fotos eines Stimmzettels zur Europawahl am 9. Juni, der zwecks Briefwahl an einen Wähler in Steglitz-Zehlendorf verschickt worden war. Die Listenplatzierungen einiger Kandidat:innen, einige Anfangsbuchstaben der Vornamen – so schwachbrüstig gedruckt, dass sie zum Teil kaum zu erkennen sind. Nun ist Luthe nicht irgendwer, sondern der Mann, dessen Klage nach der Abgeordnetenhaus- und Bundestagswahl 2021 maßgeblich zu deren Wiederholung führte. Der verblichene Stimmzettel, sagt Luthe, sei für ihn „ein Grund mehr, auch diese Wahl in Berlin anzufechten“. Team Checkpoint sagt: Macht doch alle, was ihr wollt. Wenigstens ist dieses Mal Cannabis legal. Oder hat mal jemand eine Valium?!
Falls Sie sich fragten, ob das postalische Einsenden des Stimmzettels immer noch „unentgeldlich“ möglich ist (CP vom 10. Mai) – selbstverständlich wurde dieser Tippfehler auf dem Briefwahlumschlag bisher nicht korrigiert.