Wachsende Unzufriedenheit mit der GroKo

Die Wähler hatten keine großen Erwartungen an die GroKo. Und dennoch wurden viele enttäuscht. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge sind 36 Prozent mit der Regierungsarbeit unzufrieden, 33 Prozent sogar sehr unzufrieden. Passend dazu kommentierte gestern die Opposition das hunderttägige Jubiläum: „Wir haben ein ‚Weiter so‘ erwartet. Was wir erleben, ist aber ein ‚Schlimmer so‘.“ (FDP-Chef Christian Lindner). „Mit so einer miserablen Performance hat wohl niemand gerechnet.“ (Grünen-Chef Robert Habeck) „Viel Gekeife und Gezeter.“ (Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch) „Hundert schwarze Tage für Deutschland.“ (AfD-Fraktionschefin Alice Weidel) Und um auch ja keine Hoffnung auf Besserung aufkommen zu lassen, drohte am Abend Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU): „Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden.“ In der Union sind derweil Gegner wie Befürworter gespannt auf Seehofers „Masterplan“. Also quasi alle, die ihn noch nicht kennen.