„Muss sich zu entscheidenden Themen äußern“: SPD-Kandidat Steffen Krach stellt sich in Berlin vor

Steffen Krach ist offiziell SPD-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl 2026. Jetzt muss er zeigen, wie er zu entscheidenden Themen wie Enteignung, Tempelhofer Feld und Gratisstadt steht. Von Anke Myrrhe.

„Muss sich zu entscheidenden Themen äußern“: SPD-Kandidat Steffen Krach stellt sich in Berlin vor
Foto: dpa / Julian Stratenschulte

Mit einem Großaufgebot kommt die SPD heute ins B-Part am Gleisdreieck zur offiziellen Vorstellung ihres Kandidaten Steffen Krach. Zur Vorbereitung schickten die beiden Bundesvorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil exklusive Grüße über den Checkpoint:

„Es ist eine sehr gute Entscheidung, dass Steffen Krach als Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 nominiert wurde. Er hat die Wahl in Hannover direkt gegen die CDU gewonnen und wird parteiübergreifend für seine Arbeit geschätzt. Er kehrt nun voller Tatendrang, mit noch mehr Regierungserfahrung nach Berlin zurück und hat einen klaren Blick für die Herausforderungen unserer stetig wachsenden Hauptstadt. Er ist der beste Kandidat für Berlin.

Am Sonntagabend nominierte auch der Landesvorstand Krach zum Spitzenkandidaten: einstimmig. Eine Woche voller Lob und noch mehr Hoffnung ist vorbei, die ihn schon jetzt auf einen Sockel hebt, obwohl er bis heute noch kein einziges Wort gesprochen hat. Wie schnell man da wieder runtergestoßen wird, haben schon ganz andere in der SPD erlebt. Die Erwartungen sind immens, wie erfahrene Sozialdemokraten aus erster Reihe in vertraulichen Gesprächen raunen. „Jetzt muss er sich erstmal zu den entscheidenden Themen äußern.“ Enteignung, Tempelhofer Feld – und wie sieht es eigentlich mit der Gratisstadt aus? Spätestens hier dürfte sein selbsterklärter Unterstützer Nummer 1 Raed Saleh mitreden wollen.

Die demonstrative SPD-Harmonie hatten wir hier am Freitag gedanklich mit dem Turtles-Klassiker „Happy Together“ unterlegt. Sehr passend, findet Checkpoint-Leser Alexander Legowski, denn der Song sei der Soundtrack des am Donnerstag angelaufenen Films „Rosenschlacht“ (mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch), „und dort gibt es ein wahrlich explosives Ende!“ Warten wir mal, was der Plot sonst noch so hergibt…