Straßensperrung zum Schülerwohl unrechtmäßig

So ist das eben in Deutschland: Autos sind wichtiger als Kinder. Ok, Sie halten das für etwas überspitzt, weil Sie das hier so gewohnt sind? Dann lesen Sie mal weiter: Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass keine Straße gesperrt werden darf, um Schülern das Überqueren zu ermöglichen. So geschehen in Pankow, wo der eine Teil des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums auf der einen Straßenseite liegt, ein Ergänzungsbau auf der anderen. Das Bezirksamt hatte einfach „Durchfahrt verboten“-Schilder aufgestellt und vorgerechnet, dass die Schüler die Straße 30.000 mal überqueren. Das Gericht ließ das kalt: „Hohe Querungszahlen von Fußgängern sind ein typisches Problem der Verkehrsführung im urbanen Bereich.“ Man könne ja eine Ampel aufstellen. Die Klägerinnen wohnen übrigens direkt nebenan und verloren durch den Umweg sicher wertvolle Minuten.