Trotz Berliner Finanzierung: Brandenburg plant bisher nur drei neue Park-and-Ride-Plätze

Um für Pendler den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern, hat Berlin die Errichtung von P&R-Plätzen mit Brandenburg vereinbart – per Vertrag. Doch bereits die Planung stockt. Von Julius Betschka.

Trotz Berliner Finanzierung: Brandenburg plant bisher nur drei neue Park-and-Ride-Plätze
Foto: Jens Kalaene/dpa

Berliner röhren durch Brandenburg, Brandenburger sollen bitte weniger nach Berlin reinröhren: Auch deshalb hat der Senat vergangenes Jahr einen Vertrag mit der brandenburgischen Landesregierung über die Einrichtung von bis zu 16 Park-and-Ride-Parkplätzen unterzeichnet. Erst drei davon befinden sich laut der Mobilitätsverwaltung aber in Planung. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Linke-Politikers Kristian Ronneburg hervor. „Es wird deutlich, dass noch mehr Berliner Geld für Ausbauvorhaben für Brandenburger Autopendler verkehrspolitisch nichts bringen wird, wenn die Kommunen nur eine Handvoll Park+Ride-Plätze planen“, sagte Ronneburg dem Checkpoint. Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) hatte – damit wären wir wieder beim 29-Euro-Ticket – kürzlich sogar angeboten, die Zahlungen Berlins noch zu erhöhen, um unseren Nachbarn das Billig-Ticket schmackhafter zu machen. Ronneburg: „Die konkreten Pläne für den Ausbau von Park+Ride sind noch äußerst dürftig.“ Idee: Würden Berliner noch häufiger mit dem Auto rausröhren, könnten auch mehr Brandenburger mit dem Auto nach Berlin reinröhren. Tit for tat, wie der Angelsachse sagt.