Unter den Dächern Berlins: Dachgeschosswohnungen in acht Bezirken kaum ausgebaut
424 Anträge auf Dachausbau wurden 2021 gestellt – in diesem Jahr nur noch 185. Investoren beklagen zu strenge Regularien. Der Senat versteht die Kritik nicht. Von Christian Latz
Hoffnungen, das Berliner Wohnungsproblem doch noch zu lösen, weckt der Ausbau von Dachgeschosswohnungen. Unter den Dächern Berlins könnte Wohnraum für Zehntausende entstehen. Nur in der Praxis bleibt davon nicht viel, wie eine Anfrage der Abgeordneten Stefanie Bung (CDU) ergibt. Nur 424 Anträge wurden 2021 in acht der zwölf Bezirke gestellt, die dazu Zahlen meldeten. 2022 sind es bislang nur 185. Genehmigt wurden davon jeweils bei Weitem nicht alle. Dass die Zahlen so gering sind, schieben zumindest Investoren immer wieder auf zu strenge Regularien. Unternimmt der Senat also etwas, um Auflagen zu reduzieren? Unklar: „Eine Beantwortung der Frage erfordert zunächst eine Präzisierung des Begriffs „Auflagen“, da nicht klar ist, was mit „Auflagen“ gemeint ist“, antwortete Baustaatssekretär Christian Gaebler (SPD). Der Bauverwaltung nur so viel als Tipp: Um Polster für Gartenstühle geht es nicht.