Gesundheitsverwaltung sucht Hilfe – und lehnt Angebot ab
Die PCR-Test-Labore benötigen dringend Personal. Eine Molekularbiologin bietet der Gesundheitsverwaltung in Berlin ihre Hilfe an. Was folgt, ist bezeichnend. Von Lorenz Maroldt.
Helfen wollte auch eine promovierte Molekularbiologin, als sie im Checkpoint las, dass die Gesundheitsverwaltung wegen erheblicher Personalengpässe per Schreiben von Staatssekretär Thomas Götz an die Unis dringend um Unterstützung der Labore bei der Auswertung von PCR-Tests bat. In einer freundlichen Mail an die Verwaltung (AbtGesKoord@SenGPG.Berlin.de) bot sie an, bevorzugt abends und an den Wochenenden ihre Erfahrung in PCR-Analysetechniken tatkräftig einzubringen – freiberuflich (sie ist an einem Uniklinikum beschäftigt). Hier die Antwort (von UAGTestung@sengpg.berlin.de):
„Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider sind wir nicht der richtige Ansprechpartner. Bitte recherchieren Sie erneut im Internet wer die Ausschreibung veranlasst hat. Mit freundlichen Grüßen,
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Covid-19-Krisenmanagement“
Tatsächlich war in dem Schreiben an die Unis als Kontakt die Adresse Paula.Arndt@sengpg.berlin.de angegeben – aber das hätte das Covid-19-Krisenmanagement zur Weiterleitung vermutlich sogar ohne Internetrecherche herausbekommen (wenn es denn gewollt hätte).