Jarasch trifft Vertreter der queeren Community in Ungarn
Um die Städtepartnerschaft mit Budapest zu begehen, ist die Berliner Senatorin Bettina Jarasch dort derzeit zu Gast. In einer Rede beschwor sie den Rechtsstaat. Von Daniel Böldt
Stumm zum Thema Wahldebakel blieb Giffeys Stellvertreterin, Berlins Bürgermeisterin Bettina Jarasch (Grüne). Die war angesichts der Ereignisse vielleicht ganz froh, gestern nicht mal in der Stadt zu sein. Jarasch reiste in Vertretung von Giffey nach Budapest, um 30 Jahre Städtepartnerschaft mit der ungarischen Hauptstadt und, etwas vorgezogen, den „Tag der Deutschen Einheit in Budapest“ zu begehen. Jarasch hielt zu diesem Anlass eine kurze, aber bestimmte Rede im Land des autoritär blinkenden Präsidenten Viktor Orbán. Sie beschwor nicht nur die Grundwerte der „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und des Friedens“, sondern traf sich auch mit Vertretern der queeren Community. „Gemeinsam stehen unsere Städte für Freiheit und gegen Homo- und Transphobie, Rassismus und Antisemitismus“, sagte Jarasch in ihrer Rede. Etwas Input für ihr aktuelles politisches Hauptaufgabengebiet konnte Jarasch auch noch mitnehmen: Das Budapester Stadtparlament erwägt derzeit, im gesamten Stadtgebiet Tempo 30 einzuführen.