Kaum Interessenten für Job: Nur vier Berliner Bezirke haben Müllsheriffs im Einsatz
Berlin hat ein Müllproblem. Um es zu lösen, schicken die Ordnungsämter seit ein paar Jahren Müllsheriffs auf Zivilstreife in die Bezirke. Wie die Verkehrsverwaltung nun mitteilte, wurde Ende März aber nur in vier von ihnen patroulliert. Von Valentin Petri.
Apropos Müll: Um das Abfallproblem in den Griff zu bekommen, schicken die Ordnungsämter seit ein paar Jahren Müllsheriffs auf Zivilstreife. Genug zu tun gibt’s offensichtlich, und Geld ist ausnahmsweise nicht das Problem: 68 Abfallermittler sind finanziert, reicht für vier bis sechs pro Bezirk. Zumindest theoretisch. Praktisch hatten Stand Ende März nur Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick Müllsheriffs auf Posten (Quelle: Verkehrsverwaltung auf Linken-Anfrage). Es sei schwierig, für die befristeten Stellen Personal zu bekommen, schreibt die Verwaltung. Solange in irgendeinem Ordnungsamt noch reguläre unbefristete Stellen frei seien, entschieden sich die Bewerber lieber für die sichere Jobperspektive. Die Verwaltung nennt ihre Mitarbeiter übrigens lieber „Waste Watcher“ und will das professionelle Müll-Bestaunen ab 2028 entfristen. Für eine unendlich saubere Stadt.