Mehr als 2000 Spenden für Berufung gegen Rotfahrer-Urteil

Vor einem Monat ist der Rotfahrer, der auf der Landsberger Allee die elfjährige Louisa getötet hat, zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden; seinen Führerschein bekommt er im April 2024 zurück. Nach Auskunft von Louisas Vater sind weit mehr als 2000 Einzelspenden eingegangen, um die Berufung gegen das Urteil zu finanzieren. Geld hat auch der Fachverband FUSS e.V. gesammelt. Dessen Vorstand Roland Stimpel sagte dem CP: „Das Echo hat gezeigt, wie sehr viele Menschen die Verkehrssicherheit und die Schwierigkeit bewegt, hier ein gerechtes Urteil zu finden. Etliche Spender haben mitgeteilt, dass es ihnen weniger um eine höhere Strafe gehe, sondern darum, dass der rotblinde Fahrer nicht so bald wieder ans Steuer darf.“ Gegen das Urteil hat nicht nur Louisas Vater Berufung eingelegt, sondern auch der Anwalt des Täters. Am CP-Telefon sagte er, dass es ihm zunächst nur darum ging, die einwöchige Berufungsfrist zu wahren und die schriftliche Urteilsbegründung zu prüfen.