Kaum neue Strecken nach neun Monaten: Radwege-Ausbau könnte 2026 noch langsamer werden

Trotz des Mobilitätsgesetzes kommt Berlin beim Ausbau der Radwege kaum voran: Gerade einmal 10,6 Kilometer wurden in neun Monaten fertiggestellt, bis Jahresende werden es maximal 25,2. Von Anke Myrrhe, Valentin Petri und Christian Latz.

Kaum neue Strecken nach neun Monaten: Radwege-Ausbau könnte 2026 noch langsamer werden
Credit: dpa / Boris Roessler

Heute vor genau zehn Jahren hat eine Gruppe von Verkehrsaktivisten die Initiative zum Volksentscheid Fahrrad gegründet.Heraus kam das Berliner Mobilitätsgesetz mit weitreichenden Plänen zum Ausbau des Radverkehrs. Einiges ist seither vorangeradelt – vieles nicht. Auch, weil die Ziele unrealistisch hoch waren. Das trifft seit 2023 auf eine CDU-geführte Verwaltung, die Prioritäten eher bei vier Rädern sieht. In Zahlen bedeutet das für den Radwege-Ausbau 2025: Bis Ende September wurden erst 10,6 Kilometer Strecke neu eingerichtet, teilt die Infravelo dem Checkpoint mit. „Zum Stand Ende des 3. Quartals können bis zum Jahresende weitere Projekte mit einer Streckenlänge von bis zu 14,6 km abgeschlossen werden.“ Macht maximal 25,2 Kilometer. Beim Blick auf die Wetterprognose eher schwierig.