Balkonien statt Balearen: Viele Berliner Familien können sich keinen Urlaub mehr leisten

Reisen ist teuer. Zum Glück gibt es den Deutschen Familienverband, der begleitete Reisen und Zuschüsse für privat geplante Urlaube anbietet. Man muss nur den Rest zahlen können. Von Lorenz Maroldt und Jessica Gummersbach.

Balkonien statt Balearen: Viele Berliner Familien können sich keinen Urlaub mehr leisten
Foto: dpa / Marcus Brandt

Balkonien statt Balearen: Laut einer Umfrage der Landesbank können sich fast die Hälfte der Berliner keine Reise leisten. Der Deutsche Familienverband, der begleitete Reisen sowie Zuschüsse für privat geplante Urlaube anbietet (allerdings nur in Deutschland), verzeichnet „eine sich stetig steigernde Nachfrage“, wie Geschäftsführer Tom Rollenhagen dem Checkpoint sagte: „Wir werden die Mittel auch dieses Jahr komplett ausschöpfen“ (der Senat fördert diese Angebote mit rund einer Million Euro). Allerdings würden zunehmend Reisen kurzfristig storniert, weil Familien den Eigenanteil doch nicht stemmen können. Etwa jeder zweite Antrag wird abgelehnt, „da durch unqualifizierte Influencerwerbung sehr vereinfacht kostenloser Urlaub propagiert wird.“ In der Folge bekam der Verband beispielsweise Anfragen für zwei Wochen Mallorca, vier Wochen Vietnam oder Städtetrips nach Paris – Reisen, die durch das Förderprogramm nicht abgedeckt werden.