„Leider liegen uns keine Angaben vor“: Datum für zweite Lieferung des Affenpocken-Impfstoffs weiter offen
Die über 30 Impfstellen in Berlin haben akuten Mangel an Vakzinen. Tausende Impfwillige müssen vertröstet werden – und die Gesundheitsverwaltung ist ratlos. Von Daniel Böldt
Die Wartelisten bei den 30 Impfpraxen und zwei Krankenhäusern, die in Berlin gegen das Affenpocken-Virus impfen, werden lang und länger. 300 Dosen hat jede Impfstelle bekommen, die meisten davon war innerhalb von wenigen Tagen weggeimpft. „Wir könnten aktuell locker 1000 Impfdosen in 4-6 Wochen verimpfen“, schreibt etwa Tobias Glaunsinger, der eine Praxis im Prenzlauer Berg betreibt, dem Checkpoint.
Besserung ist nur bruchstückhaft in Sicht. Bis Montag sollen alle Impfstellen 60 zusätzliche Dosen bekommen. Bei der sehnlichst erwarteten zweiten großen Impfstoff-Verteilungsrunde, bei der Berlin etwa 65.000 Dosen bekommen soll, ist immer noch Geduld gefragt. In einer Mail der Gesundheitssenatsverwaltung, die dem Checkpoint vorliegt und die am Dienstag an alle Impfstellen ging, heißt es: „Leider liegen uns keine Angaben von Seiten des BMG vor, wann mit der Lieferung der zweiten Tranche an Impfstoffen für Berlin zu rechnen ist.“ Die Hausleitung bemühe sich „auf mehreren Kanälen, für Berlin zusätzlichen Impfstoff zu erhalten“. Hoffentlich auch auf den richtigen.