Der Fall Strache und die Folgen für die AfD
mit allen Mitteln wollte der Rechtspopulist Heinz-Christian Strache in Österreich an die Macht: bereit zum Landesverrat, bereit zur Korruption, bereit zur Gleichschaltung der Medien. Bis zum Vizekanzler hat er es immerhin gebracht, weil die Konservativen mit ihm koalierten. Jetzt ist er über ein heimlich aufgenommenes Video gestürzt. Eine „singuläre Angelegenheit“, meint AfD-Chef Jörg Meuthen, also ein Einzelfall. Doch einzigartig ist nur die Blödheit, mit der Strache in die Falle tappte. Solche wie ihn gibt es viele, gerade in der AfD. Auch Andreas Kalbitz ist so einer: Der Chef der Brandenburger AfD war früher ebenfalls in der Neonazi-Szene unterwegs und gibt sich geläutert. Er gehört zum extrem rechten „Flügel“ der Partei, in dem Björn Höcke das Sagen hat. Höcke hält die CDU für einen „möglichen Koalitionspartner“. Den früheren SPD-Chef Gabriel nennt er dagegen einen „Volksverderber“ – ein Begriff aus Hitlers „Mein Kampf“. Mit solchen Leuten können Demokraten nicht koalieren. (Den Leitartikel im Tagesspiegel gibt’s hier zu lesen).