Erste Personenstandsänderung in Berlin 

Die Arme voller Blumen: Jani, nicht-binär, ist einer der ersten Menschen, die ihren Geschlechtseintrag nach dem neuen Selbstbestimmungsgesetz geändert haben. Dazu gratulierte Montagfrüh vor dem Standesamt Steglitz-Zehlendorf unter anderem Lisa Paus, Grünen-Bundesfamilienministerin. Die neue Zeit post „Transsexuellengesetz“ ist da: Statt intimsten psychiatrischen Gutachten, für die zum Teil die eigenen Masturbationsgewohnheiten preisgegeben werden mussten, Gerichtsurteilen und horrenden Geldsummen genügen für eine Personenstandsänderung nun ein Antrag und 15 Euro. Und dass man selbst weiß, wer man ist. „Es war entwürdigend“, sagte Paus der Kollegin Inga Hofmann über die Zeit davor. Und Jani sagt: „Ich habe so lange darauf gewartet und gehofft, dass das Gesetz endlich in Kraft tritt. Dass es endlich so weit ist, ist überwältigend.“ Mehr als 1300 Menschen in Berlin haben sich laut Katholischer Nachrichtenagentur bisher für Änderungstermine angemeldet.