Was passiert mit dem ICC Berlin? Zwischennutzung nur theoretisch möglich

Das Internationale Congress Centrum in Berlin steht seit zehn Jahren leer. Wer sich darin einmieten möchte, muss damit rechnen, dass u.a. die sanitären Anlagen nicht nutzbar wären. Von Daniel Böldt

Was passiert mit dem ICC Berlin? Zwischennutzung nur theoretisch möglich
Foto: dpa/Jens Kalaene

Wie geht’s eigentlich dem ICC? Die Mega-Ausschreibung, um das seit zehn Jahren leerstehende Raumschiff zu einem Ort der Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft zu verwandeln, soll bekanntlich noch in diesem Jahr starten. 2026 plant der Senat einen Gewinner zu küren.

Wer will, kann sich aber zwischendurch schon mal einmieten. Senat, der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie die Messe Berlin „unterstützen vom Grundsatz her die Öffnung des ICC für Zwischennutzungen“, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftsverwaltung an den Hauptausschuss im Parlament.

Schmackhaft macht diese es möglichen Interessenten aber nicht gerade. „Die Nutzenden müssen sich u.a. im Klaren darüber sein, dass diverse technische Einrichtungen bzw. Anlagen nur eingeschränkt nutzbar bzw. sogar stillgelegt oder funktionslos sind“, schreibt sie. Das betrifft unter anderem: Rolltreppen, Sanitäranlagen, Trinkwassernetz, die gesamte Bühnentechnik, große Teile der Elektroanlage, Teile der Beleuchtungsanlagen und der Lichtsteuerung, Lüftungsanlagen, Übertragungsnetze für IT und Breitbandkabel und Feuerlöscher. „Der aktuelle Stillstandsbetrieb wäre auf eigene Gefahr und Kosten für den Nutzungszeitraum zu unterbrechen.“ Na, Interesse?