Berliner Landwirt wehrt sich gegen AfD-Vereinnahmung

Einer, der die Ampelregierung satt und besonders die Grünen gefressen hat, aber dennoch niemals auf die Idee käme, rechtsextrem zu wählen, ist Axel Gericke, Vorsitzender des Berliner Landesverbandes Landwirtschaft und Pferdehaltung. Im Checkpoint-Podcast (hier anzuhören) spricht er über die Bauernproteste, seinen Arbeitsalltag, die 60-Stunden-Woche, Veränderungen im landwirtschaftlichen Betrieb und den von ihm und seinen Kollegen so empfundenen Kontroll- und Bürokratiewahn der Behörden. Außerdem berichtet Gericke über eine Demonstration der Landwirte in Lübars, bei der er einen Vertreter der AfD davon abhielt, Flyer zu verteilen: „Für mich ist es ein ganz fürchterlicher Gedanke, dass die AfD probiert, den Frust unter den Landwirten für sich auszunutzen.“ Von der regierenden Politik, aber auch von der Union fühlt Gericke sich unverstanden: „Wir sprechen nicht mehr dieselbe Sprache.“ Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass wir einander nicht mehr ausreichend zuhören. Das Gespräch mit Gericke ist deshalb, nun ja: eine wichtige Hörempfehlung zur aufgeregten Zeit, nicht nur in eigener Sache.