Berlin werbefrei?

Und damit unterbrechen wir für eine kurze Werbepause:

Visafrei bis Hawaii. So lautete einst eine Forderung der friedlichen Revolution in Ost-Berlin. Werbefrei, sei dabei!, rufen jetzt die Revolutionäre des nächsten Volksentscheids. Sie wollen, dass uns im Stadtbild kein Marketinggeschwafel mehr aufgetafelt wird und wir uns von Leuchtreklame nie mehr verblenden lassen. Werbung solle es nur noch an Haltestellen und 2500 früher so genannten Litfaßsäulen geben. „Dann wäre mehr Platz für Kunst oder für Bäume“, findet Initiator Fadi El-Ghazi. Ob Berlins Zettelwirtschaft, die jeden Ampelmast und alle Hauseingänge verschlimmschönert, dann unter Werbung oder Kunst fällt, muss noch geklärt werden. Auf jeden Fall findet sich immer Platz für Notizen – zum Beispiel für diesen Hinweis aus der Grünberger Straße in Friedrichshain (via „notesofberlin“): „Hallo Nachbar im 2. OG! Mein Beileid zum Tod der Cranbarries-Sängerin. Aber 10-mal „Zombie“ auf voller Lautstärke zu spielen, macht sie auch nicht wieder lebendig.“