BVG-Managerin soll Arbeit ruhen lassen – weil sie für die CDU wirbt
Mit der Trennung von Amt und Wahlwerbung für Parteifreundinnen nehmen es die Regierenden nicht so genau: Der SPD-Innensenator nimmt die SPD-Spitzenkandidatin gerne mal auf öffentlichkeitswirksame Termine mit, der Regierende Bürgermeister lud sie sogar als einzige Parteivorsitzende auf Landeskosten zu seinem „Freedom Dinner“ in Tegel ein.
Auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat wenig Hemmungen, die Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch zum Fototermin bei einer Start-up-Präsentation mitzunehmen – angeblich in ihrer Funktion als integrationspolitische Sprecherin der Fraktion (so die nachträgliche Erklärung). Nur ist davon auf den Social-Media-Beiträgen der Beteiligten dazu dann komischerweise keine Rede mehr.
Jetzt aber soll auf Druck von Pop der BVG-Managerin Ute Bonde nahegelegt worden sein, ihre Arbeit ruhen zu lassen – weil sie dem Team von CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner angehört. Und das wäre dann, im Gesamtzusammenhang, wirklich kein feiner Zug. Kevin Hoffmann hat die Sache recherchiert, seine Geschichte finden Sie hier.