Berliner Seilbahn vom gleichen Hersteller wie Unglücksbahn vom Lago Maggiore – aber noch im März geprüft
Checkpoint-Kurzmeldungen: Umfrage zu Schulöffnungen + Innenverwaltung sucht Referent für IT-Großprojekte + Polizei setzt „Lockfahrrad“ ein + Von Lorenz Maroldt.
+++ Die Marzahner Seilbahn („Gärten der Welt“) stammt vom selben Hersteller (Leitner) wie die Unglücksbahn vom Lago Maggiore. Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es: Beide wurde zuletzt im November 2020 gewartet (vom Hersteller). Aber anders als bei der italienischen Bahn (letzte unabhängige Kontrolle 2016) gab es in Marzahn im März 2021 eine TÜV-Sonderinspektion – das Ergebnis: „keinerlei Beanstandungen“ (Q: „Grün Berlin GmbH“ auf CP-Anfrage).
+++ Der tödliche Horrorunfall auf der Frankfurter Allee (Sattelschlepper überfährt Radfahrerin, die einem Radweg-Parker ausweichen muss) hat erhebliche Sicherheitslücken bei der Verkehrsplanung offenbart – und der Falschparker, der den Radweg blockierte und damit das Unglück auslöste, kommt mit einem Bußgeld von 30 Euro davon.
+++ Der Schulstreit um den Präsenzunterricht (Giffey und die Grünen dafür, Müller und die Linken dagegen) schwelt weiter – der Senat konnte sich gestern nicht einigen. Unentschieden sind auch die Checkpoint-Leser: Bei unserer Abstimmung gestern stimmten 49% für eine sofortige Öffnung („jeder Tag zählt“), 46% dagegen („das lohnt jetzt nicht mehr“). Verbleibende Schultage bis zu den Sommerferien: 18.
+++ Wegen der weiter sinkenden Inzidenz (Berlin: 35) wird die Öffnung der Innengastronomie und der Verzicht auf die Testpflicht beim Shoppen vielleicht um eine Woche vorgezogen (auf den 11.6.) – der Senat hat das Thema am Dienstag auf dem Tisch.
+++ Acht Mitte-Restaurants dürfen in einem Pilotprojekt schon von heute an nach Reservierung und Selbsttest per „homedx.de“ auch innen bedienen: „Ausspanne“ (Kastanienallee), „Austernbank“ (Behrenstraße), „Borchardt“ (Französische Straße), „Caro“ (Caroline-Michaelis-Straße), „Joseph“ (Friedrichstraße), „Mani“ (Torstraße), „Schnitzelei“ (Chausseestraße), „Ständige Vertretung“ (Schiffbauerdamm).
+++ Und hier eine „Mission Impossible“ für ganz harte Typen: Die Innenverwaltung sucht „eine/n Referent/in für die Leitung und Durchführung von besonders schwierigen landesweiten E-Government- und IT-Projekten“ – hoffentlich löschen die nicht aus Versehen das Internet.
+++ Aus der Reihe „Unnützes Berlinwissen“: Die Polizei verfügt über ein (in Zahlen: 1) „Lockfahrrad“ mit GPS-Sender, um Diebe verfolgen und überführen zu können. Bilanz 2021: „Im laufenden Jahr wurden bislang keine Tatverdächtigen ermittelt.“ (Q: DS 18 /27 542, Anfrage MdA Burkard Dregger)
+++ Aus der Spambox: „Flüge schon ab 13 Euro“, meldet ein Reiseanbieter – tja, das waren immerhin mal 26 Mark (reichte aber schon damals nicht für die Taxifahrt zum Flughafen).
+++ Kai Wegner hat noch nie den Radweg auf der Heerstraße genutzt, kennt aber immerhin jemanden, der sich da die Schulter gebrochen hat. „Wenn es klug und sinnvoll ist“, sagt er, könnte man eine Autospur dem Radverkehr überlassen. Den Umbau des Grünstreifens hält er allerdings auch für eine Option. Welches Dekret er als Regierender Bürgermeister verhängen würde, welches seine Berliner Lieblingslied ist, ob für ihn Spandau zu Berlin gehört – alles das und noch viel mehr verrät der CDU-Spitzenkandidat im Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“ von und mit Ann-Kathrin Hipp. Jetzt zum Anhören auf Tagesspiegel.de, Spotify, Apple Podcasts oder auch Get Podcast.