Konflikt um Jugendhilfe in Neukölln: Linke-Jugendstadträtin Sarah Nagel wehrt sich gegen Kritik
Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) kritisiert seine Nachfolgerin im Bezirksamt Neukölln, Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke): Angeblich sollen Jugendhilfen gekürzt werden. Von Lorenz Maroldt
Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) hat Beef mit seiner Nachfolgerin im Bezirksamt Neukölln, der Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke). In der Drucksache 19/19932 (Anfrage MdA Lisa Knack, CDU) wirft Liecke dem Bezirk leichtfertige Kürzungen zu Lasten unterbringungsbedürftiger Jugendlicher vor – Neukölln habe als einziger Bezirk die Verträge nicht verlängert: „Aus Sicht der Senatsfachverwaltung ist das Vorgehen sehr problematisch.“ In einer Mail an den Checkpoint lässt Nagel dementieren:
„Bislang wurde keine laufende Hilfe beendet, und wir tun alles dafür, dass es auch so bleibt - zumal das Instrument sehr erfolgreich funktioniert. Es gab bislang in Neukölln keine Streichungen, anders als das unterstellt wird. Das ist auch allen Beteiligten bekannt.“
Derzeit würden neue Verträge geschlossen. Für die Unterbringung werde sogar trotz Kürzungen mehr Geld als im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt. Im Übrigen habe die Koalition die Möglichkeiten, „die vom Land Berlin geforderten Einsparungen zu erbringen, extrem eingeschränkt“.
Es kommentiert Gabi Delgado („DAF“): „Verschwende deine Jugend!“ (Anm. d. Red.: Wenn du es dir leisten kannst).