20.000 Seiten Berichte bescheinigen Berlin ein komplettes Debakel

Beim Verfassungsgericht sind inzwischen die Niederschriften aller 2257 Wahllokale eingegangen – die Dramatik des Tages wird darin mehr als deutlich. Von Lorenz Maroldt

20.000 Seiten Berichte bescheinigen Berlin ein komplettes Debakel
Am 26. September 2021 fand in Berlin der Superwahltag statt – mit mangelhafter Durchführung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Beim Verfassungsgericht sind inzwischen die Niederschriften aller 2257 Wahllokale eingegangen – mehr als 20.000 Seiten, verteilt auf 67 Aktenordner. Der Checkpoint konnte schon mal reinschauen, erster Eindruck: Das Chaos der Wahl findet hier seine Entsprechung. Ein Teil der Berichte wurde kaum lesbar mit dem Kuli auf ausgerissenes Papier gekrakelt, manche Beiblätter tragen keine Unterschriften, andere sind nicht zu entziffern. Die Dramatik des Tages wird dagegen überall deutlich – hier ein paar Beispiele:

11.39 Uhr Meldung über baldiges Ende der Wahlzettel.“

Bis 13.03 Uhr dringender Versuch, das Wahlamt weiter zu erreichen.“

13.10 Uhr Stimmzettel leer – Leute aufgebracht, laut, beschweren sich über Manipulation.“

13.37 Polizei angerufen, sie sollen jemanden schicken, kommt aber keiner.“