Dauerstörungen im ÖPNV: Berliner S-Bahn fährt ins Desaster
Massive Ausfälle bei der Berliner S-Bahn sorgen für Frust. Während Züge ausfallen oder stark verspätet sind, träumt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) von einer Magnetschwebebahn für Berlin. Von Robert Ide.
Inzwischen ist die Wahrscheinlichkeit höher, im Lotto zu gewinnen, als beim Betriebsstörungsbingo der S-Bahn einen Zug zu erwischen, der nicht ausfällt. Am Montag kam es zu massiven Störungen auf der Ringbahn, der Ost-West-Stadtbahn und der Nord-Süd-Tunnelbahn. Ursache waren mal wieder ein defektes Stellwerk, diesmal in Bellevue, eine kaputte Weiche am Gesundbrunnen sowie ausgiebige Reparaturarbeiten am Ring. Gleichzeitig träumt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) von einer Magnetschwebebahn.
„Die aktuellen Verkehrsprobleme löst die Magnetschwebebahn nicht“, kommentiert Checkpoint-Kollege Christian Latz. „Sie wirkt bislang wie die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat.“ Wie Hohn wirken zwischen all den Ausfallmeldungen an den S-Bahnsteigen die automatisch eingespielten Durchsagen an die genervten Fahrgäste, sie mögen sich doch beim Einsteigen über die gesamte Länge des Zuges verteilen: „Wir wollen pünktlich für Sie abfahren.“ Inzwischen wäre man dankbar, nicht dauerhaft zurückzubleiben.