Schausteller sind auch nur Clubs

Überraschende Erkenntnis: Schausteller sind auch nur Clubs. Das Deutsch-Amerikanische-Volksfest fällt zum zweiten Mal in Folge aus, die bittere Mitteilung beginnt mit dem Satz: „Der Untergang der Clubkultur in Berlin macht auch vor den Schaustellern nicht Halt.“ Veranstalter Thilo-Harry Wollenschlaeger holt zum großen Wollenschlag aus: „Wir fühlen uns ausgegrenzt und als Menschen zweiter Klasse behandelt.“ Kein Ort sei zu finden, durch die ganze Stadt sei man gefahren. Und der Senat unterstütze ihn nicht. „Wir müssen endlich begreifen, dass unsere Stadt durch ihre gesamte kulturelle Vielfalt lebt. Dazu gehören neben den städtischen Kulturbetrieben auch freie Bühnen, Clubs, Künstlerkollektive und eben auch die Schausteller mit ihren Volksfesten.“ Er forderteinen runden Tisch „mit den Senatoren und anderen Kulturschaffenden in Berlin, um Lösungen dafür zu finden, wie man die Kultur und Attraktivität Berlins erhalten kann“. Bis dahin weiterhin im Portfolio: Britzer Baumblüte, Neuköllner Maientage und Spandauer Weihnachtstraum.