19.300 angezeigte Beleidigungen, drei Durchsuchungen – eine wegen Müller

Nach einer Beleidigung im Netz schaltete Müller die Justiz ein. Es folgte eine – im Nachhinein rechtswidrige – Durchsuchung. Das harte Durchgreifen war ungewöhnlich, kam jetzt heraus. Von Anke Myrrhe und Alexander Fröhlich

19.300 angezeigte Beleidigungen, drei Durchsuchungen – eine wegen Müller
Dass sich ein Senatsmitglied mit einer Strafanzeige direkt an den Leiter der Staatsanwaltschaft wendet, wie in diesem Fall Michael Müller (SPD), ist ebenso ungewöhnlich wie die Härte des Vorgehens. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Mit Normalität hat das, was der Regierende Bürgermeister mit seiner Intervention bei der Staatsanwaltschaft erreicht hat, hingegen wenig zu tun. Sie erinnern sich an die Geschichte von Karina F.? (CP vom 14.5.) Ihre Wohnung war durchsucht worden, nachdem sie im April 2019 ein gefälschtes Foto bei Facebook gepostet hatte: Es zeigte Michael Müller mit einem Schild, auf dem „Alle nach #Berlin“ steht und den Eindruck erwecken könnte, der Regierende Bürgermeister heiße hier alle Bootsflüchtlinge willkommen.

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