Immer noch kein Bautermin für Stadtviertel am Pankower Tor

Komm Karlineken, komm Karlineken komm, wir woll‘n nach Pankow jehn. Nun ja, fahren jeht ja ooch nich‘ angesichts der täglichen Torheiten im Pankower Verkehr. Und hierherziehen tut es viele, doch hienziehen können nur wenige. Denn Pankows größtes Eigentor – das Pankower Tor – verwaist auf grünem Rasen. Draußen hängt gerade Werbung für eine Eigenheimmesse, drinnen wuchert die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Pankow-Heinersdorf zu. Ein Stadtviertel soll hier seit Ewigkeiten entstehen mit Geschäften, Möbelmarkt, Schule und 2000 Wohnungen. Doch noch einmal viele Ewigkeiten dürfte das Workshopverfahren für ein Masterplanverfahren für ein Bürgerbeteiligungsverfahren für ein Bebauungsplanverfahren für ein Flächennutzungsplanänderungsverfahren in Anspruch nehmen. Eigentlich sollte der erste Schritt in diesem Sommer abgeschlossen sein, hieß es noch im Frühjahr. Und jetzt? „Derzeit wird weiterhin an der Aufgabenstellung gearbeitet und werden notwendige Untersuchungen bzw. Konzepte als Grundlage erarbeitet“, lässt Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) auf Checkpoint-Anfrage wissen. Um auch Neu-Berlinern zu erklären, was das in dieser Stadt konkret bedeutet, schreibt Kuhn: „Der genaue Zeitplan befindet sich derzeit noch in der internen Abstimmung. Ein belastbarer Termin für den Baubeginn kann daher derzeit noch nicht benannt werden.“ Alles andere wäre sicher auch belastend gewesen.