„Man muss viel verkosten“: Der Berliner Bier-Sommelier Florian Bauer trainiert für die Weltmeisterschaft

Im September finden in München die Weltmeisterschaften der Bier-Sommeliers statt. Wie er für den Wettbewerb trainiert und wo es da beste Bier gibt, verrät Bauer im Interview. Von Jessica Gummersbach

„Man muss viel verkosten“: Der Berliner Bier-Sommelier Florian Bauer trainiert für die Weltmeisterschaft
Foto: IMAGO / photothek

Jetzt wird’s erfrischend und vollmundig mit einem Hauch von Titelgewinn: Der Berliner Florian Bauer tritt im September bei den Weltmeisterschaften der Bier-Sommeliers in München an. Aktuell trainiert der ausgebildete Profi mehrmals pro Woche seine Sensorik: sehen, riechen, schmecken. „Man muss viel verkosten, verschiedene Biere in kleinen Mengen“, sagte er dem Checkpoint. Im Wettbewerb gehe es darum, Bierstile zu erkennen, zu präsentieren und Brau- oder Lagerungsfehler zu bemerken: „Dann können Biere nach Pappe oder Stinktier riechen.“ Wir nutzen die Gelegenheit und klären mit Bauer ein für alle Mal:

Welche Region macht die besten Biere?
„Die größte Auswahl an Lagerbieren kommt aus Franken, generell aus Bayern. Die größte Biervielfalt an modernen Bieren kommt aber aus den Metropolen – auch aus Berlin.“

Berliner Weiße mit Schuss: unterschätzter Klassiker oder No-Go?
„Berliner Weiße ist ein unterschätzter Klassiker … aber mit Schuss ein No-Go. Wenn ich Sirup hinzufüge, schmecke ich ja vom Bier nichts mehr.“

Welches Bier passt am besten zu Berliner Currywurst?
„Eine Currywurst ist deftig und fettig, hat eine gewisse Schärfe. Ein Helles würde komplett untergehen. Das Pale Ale bringt fruchtige Hopfennoten und hat durch den Alkoholgehalt einen gewissen Körper, um dieses Essen kontern zu können.“

Spezialtipp gegen Kater?
„Natürlich nicht so viel trinken, im Wechsel immer Wasser und auf Schnaps verzichten.“