Michael Müller hat den Ton in der Krise gefunden
„Wir brauchen in diesen Zeiten nicht mehr, sondern weniger Ängste“, hat Regiermeister Michael Müller gestern im Abgeordnetenhaus gesagt. Ausweislich seiner Regierungserklärung scheint die Koalition nach anfänglichem Gerumpel inzwischen den Ton und Takt gefunden zu haben, der der Lage und der ins künstliche Koma versetzten Fast-Viermillionenstadt Berlin angemessen ist. Also keine Kriegsrhetorik und kein Aktionismus etwa in Gestalt von Ausgangssperren, die zwar erleichtern würden, die wenigen Unbelehrbaren zu bestrafen, aber neben dem wirtschaftlichen auch das soziale Drama noch vergrößern würden. Stattdessen so viel Freiheit wie noch möglich – und demonstrative Wertschätzung für die vielen, die helfend zur Stelle sind.