So wird Berlin das Clubsterben nicht aufhalten
Nur zwei von 14 neuen Stadtquartieren haben Freiräume für Clubs vorgesehen. Nicht genug, kritisiert ein Grünen-Abgeordneter. Von Ann-Kathrin Hipp
Geliebt, gefeiert, vergessen? 2017 hat das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen, die Clubkultur in neuen Stadtquartieren explizit zu berücksichtigen. Geklappt hat das, wie sich heute zeigt, eher mäßig. Allein in zwei von 14 Quartieren wurden potentielle (Frei-)Räume mitgeplant: im Schumacher Quartier und der Wasserstadt Oberhavel (Q: Anfrage Georg Kössler, MdA Grüne). Kössler kommentiert: „Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ignoriert den Willen des Parlaments und muss schleunigst nachsteuern. Neue Stadtquartiere können bedrohten Clubs ein neues Zuhause bieten. Ich erwarte von Katrin Lompscher, dass sie der Clubkultur mehr Relevanz beimisst. Sonst werden wir uns Jahrzehnte über diese verpasste Chance ärgern.“ Und dann lässt sich der Ärger nicht mal wegtanzen.