Krisengespräch soll Grünstreifen-Ärger auflösen
Anwohnern und Denkmalschutz missfallen die Grünstreifen-Pläne der Verkehrsverwaltung. 2020 will der Senat eine Einigung finden. Für Checkpoint-Abonnenten. Von Robert Ide.
Einen Grünstreif am Horizont hat der Senat noch kurz vor Jahresende über der Karl-Marx-Allee entdeckt. Die grüne Umweltsenatorin Regine Günther, die für einen neuen Grünstreifen zwischen den Fahrspuren einfach über die Bürgerbeteiligung hinweg spazierte, und der mit dieser Parklösung auf geplanten Parkplätzen gar nicht grüne Kultursenator Klaus Lederer, der als Linker den Denkmalschutz nicht links liegen lassen wollte, wollen im Frühjahr nach einem Kompromiss suchen. Zudem soll es im Januar eine Versammlung der Anwohner in Mitte geben, gaben beide Senatsverwaltungen am Montagabend bekannt. „Ich erhoffe mir eine tragfähige Lösung für effektiven Klimaschutz, für das ‚doppelte Berlin‘ als Weltkulturerbe und die Anwohner*innen der Karl-Marx-Allee“, ließ Lederer auf Checkpoint-Nachfrage wissen. Nun, das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal: Spannung, Ziel und Magistrale.