Polizei gibt Kampf gegen Falschparker auf

Die Bearbeitung privater Anzeigen gegen Falschparker hat die Berliner Polizei derweil mehr oder minder eingestellt. 34.000 von 43.351 Fälle wurden im vergangenen Jahr nicht verfolgt. „In der Bußgeldstelle werden die Eingänge mit jeweils zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen geprüft und nach pflichtgemäßem Ermessen entschieden, ob aufgrund der Anzeigen jeweils ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wird“, so der vage Erklärungsversuch. Immerhin: Digitale Anzeigen haben laut Präsidium den Vorteil, dass die Daten unmittelbar in die elektronische Akte importiert werden, während 94 Prozent der „Papieranzeigen“ gleich im Müll landen. Der Grund: „Papieranzeigen liegen bei der Bearbeitungspriorität in Konkurrenz mit anderen termin- und fristgebundenen Papierposteingängen.“