Alle Schulen Berlins bekommen jetzt schnelles Internet

Die Bildungsverwaltung will mit mobilen Routern fehlendes Breitband überbrücken. Bis Freitag sollen Schulleitungen den Bedarf melden. Ein verfrühter Aprilscherz? Von Lorenz Maroldt

Alle Schulen Berlins bekommen jetzt schnelles Internet
Foto: Imagebroker/Imago

Vergangene Nacht verbreitete sich unter den noch wachen Berliner Schulleiterinnen und Elternvertretern ein Rundschreiben von Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers zur „Sicherstellung des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause“, von dem einige meinten, es müsse sich um einen verfrühten Aprilscherz handeln. Lesen wir mal rein:

Mit diesem Schreiben möchten ich Sie über die Möglichkeit informieren, Ihre Räume für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Klassenräume mit mobilen Routern auszustatten, um eine breite Abdeckung mit schnellem Internet zu gewährleisten. Hierbei handelt es sich um eine Sondermaßnahme (…). Die Anschaffungs-, Vertrags- und Lieferkosten werden zentral von der Senatsverwaltung getragen und gehen nicht zu Lasten Ihres Schulbudgets.“

Schnell nochmal das Datum gecheckt… tatsächlich: 2. März 2021 – Berlin meldet den Anschluss der Schulen ans Internet, wenn auch erstmal nur per SIM-Karte („bis zur vollständigen Breitbandanbindung mit Glasfaser“). Einfach so. Bedarfsmeldung bitte bis Freitag an die Schulaufsicht schicken, ab Dienstag wird ausgewertet, dann gehen die Aufträge raus. Zack, pragmatisch, fertig. Das ist ja mal ein Hammer!

Die Mobilfunkverträge werden per Direktvergabe mit Vodafone und Telekom über 24 Monate abgeschlossen. Versprochen wird eine „einfache Nutzung in jedem Unterrichtsraum mit Steckdose und Fenster“, und auch an die Sorgen von Aluhutträgern wurde gedacht: „Strahlung vergleichbar mit der eines Smartphones älteren Baujahres“ – und die Zeit der Nokia-Knochen haben wir ja schließlich mehr oder weniger unverletzt überstanden (solange nicht mit ihnen geworfen wurde).