30er-Zonen auf Zeit würden die Einsatzkräfte entlasten
Die Versorgung von Unfallopfern bindet viele Rettungskräfte. Gerade jetzt sollte man deshalb über strengere Tempolimits nachdenken. Ein Vorschlag von Stefan Jacobs
Ein erheblicher Teil des Rettungswesens ist mit der Versorgung von Unfallopfern aus dem Straßenverkehr gebunden. In Berlin waren es 2019 knapp 18.000 Verunglückte, die also nicht nur die Polizei, sondern auch medizinisches Personal beschäftigt haben, davon zweieinhalbtausend Schwerverletzte. Also sieben pro Tag, die stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten. Ungefähr sechs davon wären wohl vermeidbar, wenn alle vernünftiger fahren würden. Bundesweit geht es übrigens um knapp 400.000 Verletzte, also einen alle 80 Sekunden. Angesichts dieser Zahlen mag es sich lohnen, über die – bisher nicht groß ventilierte – Forderung nach befristeten strengeren Tempolimits nachzudenken, die auch die Gefahr für Radfahrer und Fußgänger verringern würden. Bei der Verkehrssicherheit liegen zwischen Tempo 30 (Auto steht nach 13 Metern) und Tempo 50 (Autofahrer fängt nach 13 Metern an zu bremsen) Welten.