Heizung bollert bei Gewobag-Mietern auch im Sommer
Seit Wochen läuft die Heizung von Gewobag-Mietern in Schöneberg auf Hochtouren – sie scheint unabstellbar. Auf Beschwerden reagiert der Vermieter nicht. Von Julius Betschka und Thomas Lippold
Im Nollendorfkiez kochen die Mieter der Gewobag – und zwar ganz plastisch. Bei 35°C Außentemperatur läuft die Heizung ohne Tempolimit, abstellbar ist sie nicht (da hilft auch keine Senatsstudie). In der Winterfeldtstraße 18 etwa bollert die Heizung so seit Wochen, Schüler können nicht lernen, Erwachsene zerfließen im Homeoffice. Trotz Beschwerden: keine Reaktion – und die Kosten zahlen die Mieter. Erst auf Checkpoint-Anfrage reagiert das städtische Wohnungsunternehmen: „Wir haben das Abschalten der Heizanlagen insbesondere die in der Winterfeldtstr. 18 noch einmal mit Priorität an unseren Dienstleister kommuniziert. Spätestens morgen sollte hier die Anlage in den Sommerbetrieb überführt worden sein.“ Den betroffenen Bewohnern werde man eine Mietminderung gewähren. Ärgerlich, dass es dafür eine Presseanfrage brauchte.