Endlich Ehrlichkeit am BER

Endlich ist jemand ehrlich am Hauptstadt-Verfluchthafen BER. Beim Richtfest für den Interimsregierungsflughafen (heißt wirklich so) in Schönefeld sagte Jens Quade, Chef bei der Baufirma Züblin AG: „Ich wundere mich, dass gar kein Politiker gekommen ist. Dabei ist doch in wenigen Monaten Bundestagswahl.“ Vielleicht haben die Parteien über all die Jahre vergessen, dass irgendwo südwestlich von Berlin jeden Tag öffentliches Geld verbranntwird, ohne dass der Rauch abziehen kann. Aber zum Glück gibt es ja die Löschtruppen der FDP, die auf Tegel fliegen - sogar Bundeschef Christian Lindner hat den Erhalt des alten Cityairports zur „verkehrspolitischen Priorität“ ausgerufen. Angesichts der bodenlosen Frechheiten des Bodenpersonals und der schauderhaft und wie von Zauberkraft verschwindenden Koffer ist dafür nur eine Erklärung möglich: FDP-Chef Lindner, der für Werbespots neuerdings im Unterhemd posiert, braucht nur noch Handgepäck.