Sanierung der Berliner S-Bahnstation Springpfuhl wird verschleppt

Im Bahnhofsdach der Haltestelle Springpfuhl ist Asbest entdeckt worden – hochgiftig für den Menschen. Der Senat will das Problem aber erstmal bis 2025 aussitzen. Von Lotte Buschenhagen

Sanierung der Berliner S-Bahnstation Springpfuhl wird verschleppt
Der Bahnhof im Osten Berlins, benannt nach einem Tümpel, der zugemüllt worden war. Foto: Imago

Asbestalarm in Marzahn! Im Dach der S-Bahnstation Springpfuhl hat die Deutsche Bahn Asbestzement gefunden. Das bestätigte die DB auf Anfrage des Abgeordneten Jan Lehmann (SPD). Vom Dach gehe jedoch keine Gefahr aus, solange es unbeschädigt sei, so der Konzern. So weit, so gut – kleiner Haken: Das Dach ist so instabil, dass es eigentlich schon Mitte Oktober abgerissen werden sollte. Nach dem Asbestfund hat die Landesbehörde für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit „den Abriss aber auf unbestimmte Zeit gestoppt. Und nu? Keine Sorge! Der Beginn der Planungen (!) zur Sanierung ist schon ab dem Jahr 2025 (!) vorgesehen, schreibt der Senat. Was bis dahin der Plan ist (Stützpfähle? Auffangnetze?), konnte uns die Bahn gestern nicht verraten: „Es sind zu viele Leute im Urlaub.“ Stabil – wir fahren lieber noch ‘ne Station weiter.