Was auf der Friedrichstraße alles passieren soll

Endlich ist sie autofrei – schon soll auf der Friedrichstraße nachgebessert werden. Wir verraten, was sich Bezirksamt und „Akteur*innen der Flaniermeile“ vorgenommen haben. Von Lorenz Maroldt

Was auf der Friedrichstraße alles passieren soll
Foto: John MacDougall/AFP

Kurzer Abstecher zur autofreien Friedrichstraße: Beim „Feedback-Treffen“ des Bezirksamts mit den „lieben Akteur*innen der Flaniermeile“ gestern Nachmittag im BVV-Saal war der Checkpoint nicht erwünscht (andere Medien hatten vom Meeting erst gar nichts mitbekommen) – aber durch den routinierten Einsatz von Minidrohnen, Kugelschreibermikros, Lippenlesern und Kryptologen können wird Ihnen hier doch noch exklusiv eine Zusammenfassung präsentieren:  

+ Es laufen mehr Menschen an der Friedrichstraße entlang als vor der Sperrung.
+ Erwogen wird ein Weihnachtsmarkt (es gibt aber rechtliche Probleme).
+ Der Baustellencharakter (gelbe Streifen) soll mit Street Art übertüncht werden.
+ Ein Vorschlag: Bau einer Bühne und ein besseres Angebot für Kinder.
+ Das Parkleitsystem ist zu überprüfen.
+ Der Ausweichverkehr auf der Charlottenstraße ist ein Problem (evtl. Lösung: Einbahnstraße).
+ Eine Idee: Westliche Bündelung des Radverkehrs, um vor den Galeries Lafayette Raum für „Mietgärten“ zu schaffen.
+ Eine Anregung: die Einführung von Zebrastreifen (dafür muss nach Berliner Gewohnheitsrecht allerdings erst eine Fußgängerin von einem Radler umgefahren werden).
+ Die Alternative: Entschärfung der Unfallgefahr an der Radrennstrecke in der Mitte durch „Look left – Look right”-Pfeile.

Die Polizei kontrollierte gestern übrigens die Geschwindigkeit der Radfahrer per Handlaser (hier ein Foto) – erlaubt ist auf der Strecke max. Tempo 20, aber so langsam zu fahren, schafft fast niemand (was gestern sonst noch so auf der Friedrichstraße los war, können Sie hier lesen).