„Der 1. Mai darf nicht zum Ischgl von Berlin werden“

Was am Tag der Arbeit in Berlin passiert, ist vorab immer ein bisschen ungewiss. In diesem Jahr ist es das noch ein bisschen mehr. „Der 1. Mai darf nicht zum Ischgl von Berlin werden“, sagt Innensenator Andreas Geisel (SPD). Dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung „werden wir alles unterordnen“. Zahlreiche Demonstrationen würden nicht zugelassen. Stationäre Kundgebungen mit maximal 20 Teilnehmern seien unter Wahrung der Abstandsregeln erlaubt, 18 bis dato angemeldet. Um die vielen nicht-angemeldeten, dezentralen Proteste zu verhindern, sind 13 Hundertschaften aus anderen Bundesländern angefordert. Autonome haben bereits aufgerufen, sich vermummt „mit Schals oder Masken“ bereitzuhalten und „Feuerwerke“ angekündigt. Sicherheitskreise erwarten ein „Katz-und-Maus-Spiel“ mit der Polizei. 2020 ist das noch ein bisschen gesundheitsgefährdender.