Debatte zwischen Auto- und Fahrrad-Lobbyist
Auf die Parkplätze, fertig los! Berlins tägliches Suchspiel erreicht das nächste Level: die Verkehrspolitik. Weil an den geschätzten 10.000 Kilometern Parkstreifen immer noch nicht alle eine Stellfläche vor der eigenen Haustür finden (neuerdings nicht mal Michael Müller, der Regierende Bürgermeister von Tempelhof), entbrennt nun der Kampf um die besten Plätze. Im Tagesspiegel-Duell rechnet Evan Vosberg vom Fahrradclub ADFC vor: „Im Schnitt werden Pkw am Tag 30 Minuten bewegt, meist sitzt nur eine Person im Wagen. Die restlichen Stunden steht das (private) Auto herum und nimmt (öffentlichen) Platz weg. Und zwar an nahezu allen Straßenrändern.“ Jörg Becker vom ADAC retourniert routiniert: „Das Rad allein kann und wird das Auto nicht ersetzen.“ Und damit ist klar: Alles bleibt wie bisher – täglich zu besichtigen etwa vor dem alten Krankenhaus Neukölln (Beweisfoto via Henning Onken). Alle Räder stehen still, wenn mein starker Laster es will.