Wintersonnenwende in Berlin: Warum (und wo) es ab jetzt langsam heller wird
Die dunkelste Phase des Winters ist vorbei: Rund um die Wintersonnenwende beginnen die Tage wieder, länger zu werden. Wie dieser Prozess funktioniert, erläutert die Vorständin vom Planetarium Berlin. Von Stefan Jacobs.
Es ist eines der schönsten Weihnachtsgeschenke: Die Tage werden jetzt wieder länger. Ist Ihnen auch schon aufgefallen? Kann gar nicht sein: Der Tag mit dem spätesten Sonnenaufgang ist erst der 30. Dezember. Ungefähr zwei Minuten büßen wir bis dahin morgens noch ein, die aber von den späteren Sonnenuntergängen überkompensiert werden. Der Tag mit dem frühesten Sonnenuntergang war bereits am 13. Dezember.
Monika Staesche, Vorständin der Stiftung Planetarium Berlin, hat uns zu diesen Infos auch noch eine Erklärung geliefert, die zusammengefasst so geht: Wegen der elliptischen Umlaufbahn und der Neigung der Erdachse steht die Sonne nur an wenigen Tagen im Jahr um Punkt 12 Uhr exakt im Süden, geht also meist vor oder nach. Um Weihnachten ändere sich diese „Zeitgleichung“ besonders schnell: Während die Sonne zur Monatsmitte noch etwa fünf Minuten vorging (frühe Abenddämmerung), geht sie Anfang Januar schon fünf Minuten nach (späte Morgendämmerung).
Bonuswissen, wenn Sie unterm Tannenbaum richtig angeben wollen: Am nördlichen Stadtrand sind die Tage aktuell drei Minuten kürzer als am südlichen. Und am östlichen Stadtrand wird es etwa zweieinhalb Minuten früher hell und wieder dunkel als am westlichen.