Hubschraubereinsatz mitten in der Nacht: Wie die Berliner Polizei Fahrraddiebe schnappen wollte
Ein lautes Knattern riss Anwohner aus dem Schlaf. In Hohenschönhausen suchte die Polizei per Helikopter nach Fahrraddieben – doch die nächtliche Jagd blieb ohne Erfolg. Von Anke Myrrhe und Sönke Matschurek.
Ein Checkpoint-Leser aus Hohenschönhausen wurde in der Nacht zu Dienstag unsanft durch anhaltendes Helikopter-Knattern aus dem Schlaf gerissen. Über airnavradar.com konnte er den Hubschrauber der Kennung „BPOBER“ zuordnen, der Grund des Nachtfluges blieb offen. Fragen wir doch mal nach, was da los war.
„Dem Einsatz war ein Diebstahl vorangegangen“, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Zwei Tatverdächtige seien zwischen 3.40 und 4.40 Uhr im Gebiet um die Freienwalder Straße verfolgt worden. Grund der lärmenden Suche: ein gestohlenes Fahrrad. Noch dazu blieb die Festnahme aus. „Der Einsatz führte nicht zum Erfolg. Die Ermittlungen dauern an.“ Hoffentlich nicht mit Dauerhuuuuubschraubereinsatz.
Aber: Vielleicht wirkt die Entschlossenheit ja bereits. Denn unser Fahrradklau-Counter zeigt: Vergangene Woche wurden in Berlin „nur“ 137 Fahrräder gestohlen – weniger als in der Vorwoche (da waren es 172). Das teuerste stand am Klausenerplatz und kostete 8.800 Euro.