"Ich bin ein Berlin-Brandenburger"

So langsam muss Berlin den Speckgürtel enger schnallen. Weil überall im Umland große Kleinmachnows wachsen, brauchen Stadt und Land endlich eine Pendlerdiplomatie. Brandenburgs Landesregierung hat deshalb dazu aufgerufen, sich per Mail mit Vorschlägen für einen besseren Nahverkehr zu melden. Dummerweise war der Regierungsserver bald so voll wie ein Regionalzug, weshalb Bürger mit ihren Anliegen zurückblieben. Gegen den Gefühlsstau am Hauptstadtrand macht nun auch Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) mobil: Er fordert im Checkpoint-Gespräch, „dass sich die zugezogenen Berlinerinnen und Berliner mehr und mehr auch als Brandenburger fühlen“. Nächster Halt: Zusammenhalt. Wie aber werden Randberliner zu Landberlinern? Braucht es ein Begrüßungsgeld in der Mark, womöglich noch in Mark? Falls Sie Ideen haben, schreiben Sie an checkpoint@tagesspiegel.de. Wir pendeln das dann aus.