Nicht auf der Sonnenseite der Energiewende: Berlin bei Solar-Quote auf Platz zehn von 14 deutschen Großstädten

Platz 1 belegt ausgerechnet eine Stadt aus Söder-Land. Abgeschlagen auf dem letzten: eine verregnete Hansestadt. Berlin hat seine Quote immerhin verdoppelt. Von Stefan Jacobs
 

Nicht auf der Sonnenseite der Energiewende: Berlin bei Solar-Quote auf Platz zehn von 14 deutschen Großstädten
Ab 2023 gilt in Berlin eine Solaranlagenpflicht bei Sanierung oder Neubau von Dächern. Foto: picture alliance/Rolf Schulten

In Berlin gilt ab 2023 eine Solaranlagenpflicht bei Sanierung oder Neubau von Dächern. Der Weg dorthin ist laut dem gestern veröffentlichten „SolarCheck“ des Stromanbieters Lichtblick eher schattig: Mit einem „Solar-Faktor“ von 27,9 Prozent (Flächenverhältnis neuer Solaranlagen zu neu gebauten Dächern, recherchiert von dpa) kommt die Hauptstadt auf Platz zehn der 14 größten deutschen Städte. Gewinner ist Nürnberg (69,2%), was aber eher an einzelnen Großanlagen als an Söder liegt, und Berlin hat seine Solarquote gegenüber dem Vorjahr immerhin fast verdoppelt und sich zwei Plätze hochgearbeitet. Hamburg hat als einzige Metropole seine Quote nicht verbessert (von 10,4 auf 10,1%) und damit den Abstand von seinem finsteren Quotenkeller zum Souterrain (München, 20,8%) noch vergrößert. Kein Wunder, dass die Sonne in Hamburg so oft beschließt, dass sich das Aufstehen gar nicht lohnt.