Elternvertreter der Grundschule am Weißen See wollen erneute Verschiebung des Umzugs nicht akzeptieren

Seit 2018 wird das denkmalgeschützte Schulgebäude in der Amalienstraße saniert, die Ausweichschule ist marode. Am Freitag wurde die Rückkehr erneut verschoben. Nun wenden sich die Eltern mit einem offenen Brief an Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Von Anke Myrrhe und Stefan Jacobs.

Elternvertreter der Grundschule am Weißen See wollen erneute Verschiebung des Umzugs nicht akzeptieren
Foto: dpa / Bernd Weißbrod

Ebenfalls ein Problem mit Geschwindigkeit haben die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Weißen See – nur in die andere Richtung. Seit 2018 wird das denkmalgeschützte Schulgebäude in der Amalienstraße saniert, der Unterricht findet in einer maroden Ausweichschule statt. Am Freitag wurde die Rückkehr in den eigentlichen Standort erneut verschoben – nur fünf Wochen vorm geplanten Termin. Unser Kollege Christian Hönicke titelte: „Wird diese Schule je wieder öffnen?“ 

Nun wenden sich die Eltern mit einem Offenen Brief an Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). „Wir können diese weitere Verschiebung nicht noch einmal lautlos hinnehmen“, heißt es darin. „Der aktuelle Ausweichstandort ist eine Katastrophe.“ Das Erdgeschoss sei seit Einzug gesperrt, die Sanitäranlagen marode, Fenster ließen sich nicht öffnen, in Klassenzimmern fielen Deckenplatten herunter, digitale Infrastruktur für einen zeitgemäßen Unterricht fehle. „Wenn ein Interimsbau zum Dauerzustand wird, dann müssen dort auch dauerhafte Bedingungen geschaffen werden“, heißt es in dem Schreiben der Gesamtelternvertretung, das dem Checkpoint vorliegt. „Alles andere ist eine Missachtung der Bildungsansprüche der Kinder und der Fürsorgepflicht für das Kollegium.“ Am Montag nach den Ferien wird vor der alten Schule demonstriert – wenn hier eigentlich schon wieder der Unterricht stattfinden sollte.