Höllische Zustände in der U8

Als Ansprechpartner für Drogenabhängige sind neuerdings Sozialarbeiter auf Bahnhöfen der U8 unterwegs – Aber wofür brauchen sie dafür „Betreuungsausweise“?

Höllische Zustände in der U8
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die Zustände am Bahnhof Schönleinstraße erinnern CP-Leser Jefferson Chase „an Hieronymus Boschs Gemälde von der Hölle“ – eine Drogenhölle, um genau zu sein: Junkies stolpern brabbelnd herum und ziehen sich Heroin rein, überall liegen schmutzige Röhrchen und angekokelte Alufolien auf dem Boden, es wird gedealt, gekokst, gekifft, gesoffen und gepinkelt. Auf anderen Bahnhöfen entlang der U8 sieht es ähnlich aus. Auf Anregung von Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke bieten jetzt Sozialarbeiter des Trägers „Fixpunkt“ den Abhängigen Hilfe an – und auf Vermittlung des Checkpoints (Liecke und die BVG hatten da ein wenig aneinander vorbei kommuniziert) bekommen die jetzt auch noch „Betretungsausweise“, damit sie nicht als Schwarzfahrer aufgegriffen werden. Merke: Auch in der Berliner Hölle muss eben alles seine Ordnung haben.