2000 Euro Buße plus Reinigungskosten: Neukölln lässt Verursacher Sperrmüll von der Straße wegräumen

Es geschehen noch Wunder in Berlin! Das Ordnungsamt Neukölln hat einen Müllsünder überführt, der dann aufräumen und die Rechnung zahlen durfte. Doch solche Erfolge bleiben rar. Von Robert Ide und Thomas Lippold.

2000 Euro Buße plus Reinigungskosten: Neukölln lässt Verursacher Sperrmüll von der Straße wegräumen
Sperrmüll auf Berliner Straßen ist ein gewöhnlicher Anblick, nun räumt Neukölln aber auf. / Foto: imago images / Seeliger

Das Gute am entspannt herbstlichen Wetter: Endlich ist genug Zeit zum Aufräumen. Das Bezirksamt Neukölln hat sogar eine kleine Sensation vollbracht: Ein auf den Bürgersteig gekippter Haufen Sperrmüll wurde umgehend entfernt – und der Verursacher ausfindig gemacht.

Der brachte zumindest einen Teil seiner kaputten Wohnungseinrichtung doch noch zum Recyclinghof, den Rest räumte die Stadtreinigung weg. Die Kosten muss nun der Verursacher zahlen, wie das Bezirksamt vorrechnet: „etwa 2000 Euro Bußgeld plus Kosten der BSR plus Kosten der Einsatzzeiten unserer Mitarbeitenden“.

Könnte solch ein Vorgehen nicht auch außerhalb der Ferien Schule machen? Leider habe man nicht immer „solch ein Glück, den Verursacher noch auf frischer Tat stellen zu können“, berichtet Jacqueline Behrens vom Bezirksamt auf Checkpoint-Nachfrage. „In anderen Fällen ist es dann tatsächlich die Suche im Müll nach Hinweisen auf den Verursacher. Leider ist das – insbesondere bei abgeladenem Industriemüll oder Resten von Renovierungs- und Bauarbeiten – nicht immer möglich.“ Berlin muss das eben auch selbst wollen: sauber zu bleiben.