Kanada Calling: Berliner Bildungs-Staatssekretärin auf teurer Bildungsreise
Ziel der Horizonterweiterung ist die Region Alberta im Westen des Landes. Laut Experten zähle das dortige Schulsystem zu den „leistungsstärksten“ weltweit, so ein Sprecher der Verwaltung. Von Lotte Buschenhagen und Anke Myrrhe
Reisen bildet bekanntlich – das gilt auch für die Bildungsverwaltung. Nach unserer Dienstreisen-Liste (CP vom Montag) erreichte uns die Nachricht, dass eine Staatssekretärin aus dem Hause Günther-Wünsch (CDU) eine siebentägige Dienstreise nach Kanada plane, Kosten: fünfstellig.
Das ist insofern falsch, als sich die Staatssekretärin für Bildung, Christina Henke, bereits in Alberta, Kanada befindet: gemeinsam mit Vertreterinnen von sieben Bildungsministerien, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie Mitarbeitern der Wübben Stiftung Bildung, die das Ganze organisiert.
Abgerechnet werde wie üblich erst nach der Reise, teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung mit. „Das Bildungssystem der Provinz Alberta, die im Westen des Landes liegt, zählt Experten zufolge als eines des leistungsstärksten weltweit. Ziel der Reise ist es daher, Anregungen und Impulse für die datengestützte Schulentwicklung zu bekommen, die sich auch auf Schulen in Deutschland übertragen lassen.“ Falls jemand das Faxgerät findet.