Verliert Giffey wegen Doktoraffäre die Spitzenkandidatur?
SPD II (Berlin): Die zweite Doktorvisite der FU bei Franziska Giffey treibt den Blutdruck der Genossen hoch. Zwar sagt die Kandidatin für Parteivorsitz und Spitzenkandidatur tapfer: „Ich sehe der Sache gelassen entgegen.“ (Q: „WamS“). Doch viele sehen es so, wie Heike Schmoll heute in der „FAZ“ schreibt: „Wie eine weitere Überprüfung der Dissertation ausgeht, ist klar: Sie kann eigentlich nur mit einem Entzug des Doktorgrades enden.“ Für diesen Fall hatte Giffey bereits ihren Rücktritt als Familienministerin angekündigt. Aber Berliner SPD-Vorsitzende und Regierende Bürgermeisterin wäre ok? Wohl kaum.
Hinter den Kulissen wird deshalb bereits an einem Plan B gebastelt, bei dem es natürlich auch um wechselseitige Unterstützung geht – einschließlich dem Gerangel um Platz 1 auf der Bundestagsliste. Wird doch Mietendeckel-Miterfinder Julian ZadoLandesvorsitzender (als Co-Chef)? Übernimmt Andreas Geisel die Spitzenkandidatur? Führt Matthias Kollatz künftig die Fraktion? Oder bleibt’s doch bei Plan A, mit allen Risiken (z.B. einer möglichen Schlappe für Raed Saleh beim Parteitag)? Die drei Wochen bis dahin können noch ganz schön lang werden.